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Trabi-Klänge und Blasmusik

Deshalb wurde zur Eröffnung des Dreschfestes in diesem Jahr auch feierlich eine Erntekrone enthüllt. Brigitte Reinhold, Regine Zimmer, Reinhild Burghardt und Andrea Seibt, alle Mitglieder des Vereins, hatten das Schmuckstück in vielen Stunden Freizeit gebunden. Nun fand die Krone in der angrenzenden Festhalle ihren Platz und diente der abendlichen Tanzveranstaltung als typisch ländlicher Schmuck. Zudem hatte man eine kleine Oldtimerschau ländlicher Maschinen und Geräte aufgebaut und der Dreschflegelverein Alerheim, der erstmals Gast beim Loitzschützer Dreschfest war, ließ dörfliche Traditionen aufleben. In zünftigen historischen Trachten aus dem Nördlinger Ries schwangen die Bayern ihre Dreschflegel und lockten bei ihren Vorführungen zahlreiche Zuschauer an, die neugierig die alten bäuerlichen Arbeiten beobachteten. Zustande gekommen war der Kontakt durch Fritz Wagner, Chef des Heuckewalder Agrarbetriebes, der die Veranstaltung ohnehin unterstützte und den Verein aus seiner bayrischen Heimat für das Fest vermittelte.
Viele Neugierige lockte aber vor allem die Trabi-Rallye, die einfach zum Loitzschützer Dreschfest dazugehört. Zum 18. Mal bereits zogen die Rennpappen auf einem angrenzenden Feld ihre Runden. Und dieses Feld hinter den Hallen des Landwirtschaftsbetriebes zu finden, war denkbar einfach, denn das altbekannte Trabi-Motorengeräusch hing dabei ebenso in der Luft wie der Abgasduft der Zweitakter. Rund 40 Akteure gingen mit ihren meist bunt gestalteten Fahrzeugen an den Start. Am Samstag gab es neben dem Training die Qualifikationsrennen. Am Sonntag kämpften noch 28 Starter um die Siege in den Finalläufen und um den Hauptgewinn. Denn neben einem Pokal konnte der Sieger ein lebendes Schwein mit einem Gewicht von 25 Kilogramm mit nach Hause nehmen.
Den Sieg erkämpfte sich Torsten Gneupel aus Niederböhmersdorf. Er ging mit der Startnummer 14 ins Rennen und absolvierte seine Runden über den holprigen 500-Meter-Parcours am schnellsten. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten mit Dirk Eichhorn aus Langenwetzendorf und Tobias Hofmann aus Triebes ebenfalls zwei Thüringer. Doch besonders freuten sich die Einheimischen über Stefan Steinmetz aus Loitzschütz, der das Rennen als Vierter beendete.
Quelle: MZ
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1277474062223&calledPageId=987490165154
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