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17. Dreschfest
Trabis ziehen die Massen an
VON Klaus-Dieter Kunick, 09.09.07, 19:41h, aktualisiert 09.09.07, 21:07h

21 Fahrer, sie kamen zumeist aus der Region, nahmen an der Trabi-Rallye anlässlich des Dreschfestes in Loitzschütz teil. Dabei ging es von Anfang an spannend zu, schenkten sich die Teilnehmer nichts. Am Ende hatte Oliver Batigge aus Kuhndorf die Nase vor. (MZ-Foto: Corina Wujtschik )
Loitzschütz/MZ. Es wurde geschoben, gedrängelt und riskant gefahren - das Trabi-Rennen hielt wieder einmal, was es seit Jahren verspricht. Schon bei den drei Vorrundenrennen, die am Sonnabend stattfanden, waren die Zuschauer ganz aus dem Häuschen. Ein Fahrer hatte seine Pappe mit einem orangenen Fell überzogen, ein anderer klebte ein Blaulicht aufs Dach und wieder ein anderer fuhr mit einem Spoiler auf dem Dach die rund 400 Meter lange Strecke, die durch den anhaltenden Nieselregen aufgeweicht war.
In einem Vorlauf erreichte Christian Krenz aus Heuckewalde locker einen zweiten Platz. "Vielleicht hätte ich auch noch überholen können, aber warum denn. Ich bin im Finale", sagte der 27-Jährige. Seit 1998 sei er dabei und es mache jedes Mal Spaß, merkte er an.
Das Publikum fieberte mit den Renn-Piloten mit. Irene und Kurt Hofmann waren aus Weißenfels zum ersten Mal angereist. "Es ist einfach herrlich, den Trabis zuzuschauen", sagte der 78-Jährige begeistert. Und Jörn Glander (67) aus Zeitz ergänzte, dass er immer wieder staune, was die 26-PS-Maschine so alles leiste. Kaum hatte der Zeitzer zu Ende gesprochen, da schaute er auf den Platz, denn dort war die Nummer 10 gerade umgekippt, umschlug sich, fuhr aber ungeachtet dessen weiter.
Nach dem Ende des Vorausscheides ging das Rennen weiter. Aber diesmal ohne Wertung. Zwei Trabis umrundeten den Parcours eher im gemächlichen Tempo. Am Steuer saß Anne Förster, neben ihr ihr Vater Jens aus Nedissen, der ebenfalls am Ausscheid teilnahm und sich für das B-Finale qualifizierte. Doch seine Tochter Anne zählt gerade einmal acht Lenze. "Es war wunderbar, herrlich", sprudelte die Kleine am Ende hervor. Im anderen Auto hatte Tina Matthes (12) Platz genommen, die sich gleichfalls hoch erfreut zeigte.
Ganz anders ging es im Moto-Cross zur Sache. Über 20 machten sich auf den Weg, den Besten zu ermitteln. "Ich fahre das erste Mal den Stoppelcross", erklärte Frank Michael aus Kriebitzsch bei Meuselwitz. Seit fünf Jahren nehme er an Moto-Cross-Veranstaltungen teil, zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften. Aber dort habe er lediglich die Qualifikation geschafft, mehr sei nicht drin gewesen. Bei diesem Wettkampf habe es sich um ein Training gehandelt, doch er sei mit seiner Leistung durchaus zufrieden gewesen, so der 21-Jährige.
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